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Antibabypille (Die Pille)

Antibabypille (Die Pille)

Die heutige Antibabypille enthält meist eine Kombination von Östrogen und Gestagenen. Östrogene sorgen hauptsächlich dafür, dass der Zyklus sich bei 28 Tagen stabilisiert. Die Gestagene täuschen eine Schwangerschaft vor und verhindern so den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.

Auch wenn eine Packung manchmal 28 Tabletten enthält, so enthalten nur die ersten 21 Pillen auch Hormone. Die Verbleibenden sieben enthalten keine Wirkstoffe, so dass es zu einem Absinken der Hormonkonzentration kommt und dadurch die Monatsblutung ausgelöst wird.

Theoretisch ist es möglich die Antibabypille durchgehend zu nehmen und so eine Menstruation ganz zu unterbinden. Es hat sich aber gezeigt, dass ein simulierter natürlicher Zyklus einschließlich Menstruation von den Frauen physisch und psychisch besser vertragen und akzeptiert wird.

Es gibt verschiedene Sorten der Antibabypille, die Hormone Östrogen und Gestagen in unterschiedlichen Kombinationen und Konzentrationen enthalten. Welche Antibabypille für Sie die richtige ist, hängt von Ihrem Alter, dem Hormonstatus und weiteren Faktoren ab und wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Zwischen der Einnahme der Antibabypille sollte möglichst immer genau 24 Stunden liegen. Besonders bei den niedrig dosierten Pillen hängt die Zuverlässigkeit erheblich davon ab, dass die Pille immer zur selben Zeit eingenommen wird und damit der Hormonspiegel gleichmäßig hoch bleibt. Sind zwischen zwei Pilleneinnahmen mehr als 36 Stunden vergangen, wird die Empfängnisverhütung unsicher. Bei Zweiphasenpräparaten, Stufenpräparaten oder der Minipille können schon geringere Zeitabstände die Sicherheit der Verhütung gefährden. Bis zur nächsten Blutung sollten Sie bei einer verspäteten Einnahme zusätzlich ein anderes Verhütungsmittel verwenden.

Nach dem Absetzen der Pille stellt sich normalerweise nach 2-3 Monaten der normale Zyklus wieder ein und Sie können schwanger werden. Bei älteren Frauen und langer Anwendung der Antibabypille kann es auch etwas länger dauern.

Die Sicherheit der Pille

Die Sicherheit der Pille ist nur gewährleistet, wenn sie täglich zur selben Zeit eingenommen wird. Wird nur einmal die Toleranzzeit (je nach Pille 1 bis 12 Stunden) überschritten, ist die Verhütung für diesen Zyklus nicht mehr gewährleistet.

Folgende Faktoren beeinflussen die Sicherheit der Pille:

  • Erbrechen: innerhalb von vier Stunden nach der Einnahme.
  • Durchfall: Beim mehrmaligen dünnflüssigen Durchfall an einem Tag werden evtl. die Hormone nicht vollständig aufgenommen.
  • Bestimmte Medikamente wie z. B. Antibiotika, Mittel gegen Tuberkulose oder Epilepsie behindern die Hormonaufnahme oder beschleunigen den Hormonabbau.

Beachten Sie den Beipackzettel, wenn Sie Medikamente einnehmen.


Kontraindikationen für die Pille

  • Lebererkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Neigung zu Thrombosen
  • erhöhter Blutdruck
  • Neigung zu Ödemen
  • Frühere Schlaganfälle oder Herzinfarkte
  • Rauchen und ein Alter über 35
  • Stillzeit (Östrogene)
  • Diabetes mit Gefäßveränderungen

Die Risikoabschätzung muss individuell durch den behandelnden Arzt vorgenommen werden.

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Die Wirkungsweise der klassischen Pille

Die Antibabypille täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor, so dass der Körper keine Vorbereitungen für die Empfängnisfähigkeit ergreift. z. B. Eisprung

4 Wirkungen der klassischen Pille:

  1. Der Eisprung wird unterdrückt.
    Das Östrogen in der Antibabypille sorgt dafür, dass die Hirnanhangdrüse die Hormone FSH und LH nicht mehr ausschüttet. Dadurch reift kein Ei mehr heran und es kommt nicht zu einem Eisprung.
  2. Die Gebärmutterschleimhaut wird nicht normal aufgebaut.
    Die in der Pille enthaltenen Gestagene sorgen dafür, dass sich die Schleimhaut der Gebärmutter sich nicht normal aufbaut und es so einer Eizelle fast unmöglich ist sich dort einzunisten.
  3. Der Schleimpfropfen am Gebärmutterhals verflüssigt sich nicht mehr während der fruchtbaren Tage. Spermien können so nur schwer in die Gebärmutter aufsteigen.
  4. Die Samen werden normalerweise in der Scheide und der Gebärmutter erst fruchtbar gemacht. (Kapazitation) Diese Funktion wird unterdrückt bzw. reduziert.

 

Die Pille ohne Zustimmung der Eltern?

Unter 14 Jahren müssen die Eltern der Verordnung der Pille zustimmen. Zwischen 14 und 16 Jahren darf der Arzt beurteilen, ob die nötige Reife vorliegt. Ab 16 haben die Eltern keinen Einfluss mehr. Der Arzt ist jetzt auch gegenüber den Eltern zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Zahlt die Krankenkasse die Pille?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für Frauen unter 20 Jahren die Pille. Unter 18 Jahren entfällt sogar die Rezeptgebühr.

Formen der Antibabypille

Einphasenpille (Kombinationspräparat)
In Einphasenpräparaten enthalten alle 21 wirkstoffhaltige Pillen die gleiche Konzentration an Östrogenen und Gestagen.

Zweiphasenpille
Zweiphasenpräparate enthalten in den ersten sieben Tagen nur Östrogen und erst danach zusätzlich Gestagene.

Stufenpräparate
Stufenpräparate enthalten Östrogen und Gestagene in wechselnden Anteilen. Dies ähnelt mehr dem natürlichen Hormon-Zyklus der Frau. In den ersten 6 Tagen wird eine niedrig dosierte Kombination von Östrogenen und Gersagenen eingenommen. In der nächsten Phase werden beide Hormonkonzentrationen erhöht. In der dritten Phase wird der Östrogenanteil vermindert und der Gestagenanteil erhöht.

Mikropille
Die Mikropille enthält nur geringe Mengen an Östrogen, dafür aber etwas mehr Gestagen. Durch die geringere Konzentration der Hormone können die Nebenwirkungen und Langzeitrisiken der Antibabypille reduziert werden. Dafür ist aber eine erhöhte Disziplin bei der Einnahme nötig. Schon geringe zeitliche Schwankungen bei der Einnahme gefährden die Verhütung.

Minipille
Die Minipille enthält nur Gestagene und ist dadurch auch während der Stillzeit geeignet. Ein Nachteil der Minipille ist, dass sie immer zur selben Uhrzeit eingenommen werden muss. Die Einnahme darf höchstens um drei Stunden verschoben werden, sonst ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Da die Minipille östrogenfrei ist, unterdrückt sie nicht den Eisprung, sondern verändert nur den Muttermundpfropfen derart, dass keine Samenzellen ihn passieren können. Darüber hinaus verändert sie die Gebärmutterschleimhaut so, dass sich kein Ei einnisten kann. Die Minipille wird aufgrund ihrer geringeren Sicherheit nur selten verschrieben. Während der Stillzeit wird zum Teil die Minipille eingesetzt, da sie keine Östrogene enthält, die evtl. für das Kind ein Risiko darstellen können.

Welche Form der Antibabypille individuell am besten vertragen wird muss letztendlich ausprobiert werden. Ein Wechsel zu einem anderen Präparat kann häufig Nebenwirkungen beseitigen.

Vorteile der Pille

  • sehr hohe Sicherheit
  • Bequeme Anwendung
  • Häufig Reduktion der Menstruationsbeschwerden.
  • Häufig Reduktion der PMS -Beschwerden (Prämenstruelles Syndrom )
  • Die Menstruation kann verschoben werden oder auch ganz ausgelassen werden.
  • Akne, unreine Haut und fettige Haare bessern sich.
  • Männlicher Haarwuchs wie z. B. ein Damenbart wird, wenn vorhanden, reduziert
  • Gewisse Krebsarten werden gehemmt. z. B. Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs und evtl. Brustkrebs.
  • Reduziertes Risiko für Osteoporose.

Nachteile der Pille

  • Erheblicher Eingriff in den Hormonhaushalt der Frau
  • Nicht für alle Frauen anwendbar. Siehe Kontraindikationen.
  • Verringerter Empfängnisschutz bei einigen Erkrankungen (Erbrechen, Durchfall) und Medikamenten (Schmerz- Beruhigungs- und Kreislaufmittel, Mittel gegen Epilepsie und Antibiotika)
  • Die Einnahme kann vergessen werden
  • Zyklusprobleme und Empfängnisprobleme nach Absetzen der Pille. Meist dauert es 2 bis 3 Zyklen nach dem Absetzen der Pille (manchmal länger) bis sich der normale Zyklus und die Empfängnisfähigkeit wieder eingestellt haben.
  • Erhöhung der Anfälligkeit für Scheideninfektionen.
  • Erhöhtes Risiko für Thrombosen und Herz-Kreislauf-Störungen.
  • Vereinzelt Gewichtszunahme
  • Vereinzelt verringerte Libido

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