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Genetisch veränderte Lebensmittel

Genetisch veränderte Lebensmittel

Mit Hilfe der Gentechnik ist es möglich die Erbinformationen einer Zelle zu verändern, indem zum Beispiel Geninformationen aus einer anderen Zelle hinzugefügt werden. Die Gentechnik erlaubt es sogar Gene von unterschiedlichen Arten zu kombinieren.

Durch die Gentechnik ist es möglich gezielt Erbinformationen zu verändern. Man ist nicht mehr wie früher auf langfristige Kreuzungen oder Züchtungen angewiesen, bis irgendwann durch Zufall die gewünschte Kombination der Erbinformationen entsteht.

Auch schon vor der Entwicklung der Gentechnologie wurde absichtlich die Gene von Nutzpflanzen verändert. Samen wurden z. B. radioaktiv bestrahlt um Mutationen gehäuft auszulösen. Diese Samen wurden dann ausgesät und Pflanzen, die zufälligerweise gewünschten Eigenschaften entwickelt haben wurden weiter gezüchtet.

Davor war man gezwungen so lange auf eine natürliche genetische Mutation mit gewünschten Eigenschaften zu warteten. Nur durch gezielte Züchtung und Kreuzung konnte man die Wahrscheinlichkeit für eine positive Mutation erhöhen.

Bei jeder Mutation, ob natürlichem Ursprung oder künstlich durch den Menschen vorgenommen können sich sowohl positive als auch negative Eigenschaften entwickeln.

 

Bekannte gentechnisch veränderte Organismen:

Seit den 90iger Jahre erreichte die Gentechnik einen Stand, die es möglich macht Gene gezielt zu manipulieren. Seit 1994 können z. B. gentechnisch veränderte Tomaten in den USA und Großbritannien auf dem Markt gekauft werden.

Seitdem hat sich der Anbau von genmanipulierten Pflanzen bereits deutlich etabliert. Genveränderte Nutzpflanzen sind augenblicklich hauptsächlich Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Der Anteil bei anderen Nutzpflanzen wie Reis ist zurzeit noch gering. Aber bereits ca. 60 Prozent des weltweit produzierten Soja stammt von genmanipulierten Pflanzen. 

Genetisch veränderte Pflanzen werden vor allem in den USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, China und Indien eingesetzt. In der EU ist der Anteil genveränderter Lebensmitteln sehr gering. Wenn, dann wird hauptsächlich Gen-Mais angebaut.

Genetisch veränderte Nutzpflanzen

  • Flavr Savr Tomate
    Durch eine Veränderung im Gencode produziert die Pflanze erheblich weniger von einem Enzym, welches die Verrottung der Tomate beschleunigt. Die Tomate ist dadurch länger haltbar. Bei längeren Transportwegen muss die Tomate nicht mehr halbreif geerntet werden. Dies verbessert den Geschmack und den Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen.
  • Bt-Baumwolle: 50 bis 80 Prozent mehr Ertrag bei Einsatz von bis zu 70 Prozent weniger an Insektiziden, da die Pflanze bestimmte Schädlinge wie den Baumwollkapselwurm durch die eingepflanzten Gene des Bacillus thuringiensis jetzt selbst abwehren kann.
  • Bt-Mais kann wie Bt-Baumwolle ein Gift herstellt, das schädliche Insekten vernichtet.
  • Roundup ready Sojabean
    Herbizid resistente Sojabohne. Sie enthält ein Gen aus einem Bodenbakterium. Dadurch entwickelt die Sojabohne ein Enzym, was sie gegen das Herbizid Roundup unempfindlich macht. Dadurch kann das Herbizid bei der Unkrautbekämpfung eingesetzt werden, ohne dass die Sojapflanzen geschädigt werden.
  • Pestizid-resistenter Raps: Die Genveränderung ermöglicht der Pflanze einem bestimmten Unkrautvernichtungsmittel zu widerstehen.
  • „Golden Rice" ist eine Reisart, die gentechnisch so verändert wurde, dass die Reiskörner Beta-Karotin (Vorform von Vitamin A) enthalten. Die Vitaminversorgung der Bevölkerung wird dadurch verbessert.
  • Transgener Reis, gegen den Menschen mit Reisallergie (in Japan weit verbreitet) nicht allergisch reagieren.
  • Transgener Weizen, der von Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit (Sprue) vertragen wird.

 

Weiteres Einsatzgebiet von Gentechnologie:

Medizin:
Die Gentechnologie wird in der Medizin bereits seit über 20 Jahren eingesetzt. Gentechnisch hergestelltes Insulin war das erste Medikament dieser Art. Heute sind in Deutschland über 60 verschiedene Gen-Arzneien zugelassen. z. B. Impfstoffe gegen Hepatitis, Insulin für Diabetiker, das Wachstumshormon Somatotropin, Erythropoetin gegen Blutarmut. Jährlich kommen 10 bis 15 neue Präparate hinzu.

Gen-Technik in der Medizin ist schon lange Alltag - in Form von Medikamenten. Im Erbgut veränderte Bakterien und Viren produzieren Arzneien und Impfstoffe.


Sind genetisch manipulierte Lebensmittel gefährlich?

Für uns, in Bezug auf genetisch veränderte Lebensmittel sehr vorsichtige Europäer, haben die US-Amerikaner die Rolle der Versuchskaninchen übernommen. In den USA sind seit 1994 gentechnisch modifizierte Lebensmittel auf dem Markt. Rund 65 % der in amerikanischen Supermärkten erhältlichen Produkte enthalten bereits in mehr oder weniger großem Umfang gentechnisch veränderte Bestandteile. Dadurch essen die meisten US-Amerikaner seit Jahren täglich gentechnisch veränderte Lebensmittel. Krankheiten oder schädliche Nebenwirkungen konnten bisher nicht nachgewiesen werden.

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Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation von F. William Engdahl, Helmut Böttiger

 

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Vorteile von genetisch veränderten Lebensmitteln

Bessere Produkte

  1. Qualitätssteigerung: Der Gehalt von Nährstoffen oder anderen gewünschten Inhaltsstoffen kann erhöht werden. Unerwünschte Inhaltsstoffe können eliminiert werden. z. B. Ölpflanzen (zum Beispiel Raps) mit besseren Fettsäurezusammensetzungen, Reis (Golden Rice) mit erhöhter Vitaminkonzentration.
  2. Entfernung von Allergenen für gesündere Lebensmittel
  3. Optimierte Gestalt, Geschmack und Farbe

Bessere Produktion

  1. Ermöglicht die Herstellung von Nutzpflanzen mit Eigenschaften, die den Anbau erleichtern:
    1. schnelleres Wachstum
    2. Unempfindlichkeit gegen Schädlinge, Pestizide oder Unkrautvernichtungsmittel.
    3. verbesserte Haltbarkeit der Lebensmittel
    4. Unempfindlichkeit gegen Krankheiten
  2. höhere Ernteerträge
  3. pflanzeneigene Nährstoffversorgung verbessern und damit den Düngemittelverbrauch vermindern
  4. besseres Wachstum auch unter ungünstigen Bedingungen

Neue Einsatzgebiete

  1. Herstellung von Medikamenten, von Enzymen oder Chemikalien durch gentechnisch veränderte Pflanzen
  2. Abfälle können biologisch aufgearbeitet werden


Mögliche Gefahren von genetisch veränderten Lebensmitteln

Lebende Organismen sind extrem komplex. Das Verständnis der Gene und ihrer Aufgaben ist noch gering. Aus diesem Grund ist die Wirkung, die durch die eingefügten Gene erzielt werden noch nicht genau vorauszusehen. Schon kleinste Abweichungen im genetischen Code können deutliche Auswirkungen haben.

  1. Die veränderten Gene können auf andere Pflanzen derselben Art oder auf andere Arten übertragen werden. Dadurch kann es zu einer unkontrollierten Verbreitung der neuen Geninformationen kommen. Eine genetische Verseuchung ist selbstfortpflanzend. Man kann sie nicht zurücknehmen. Neue genetische Eigenschaften werden an alle zukünftigen Generationen weitergegeben. Gefahren:
    1. Ungewollte Erzeugung von herbizidresistentem Unkraut
    2. Genetisch manipulierte Pflanzen, die ihre eigenen Pestizide produzieren, können zur schnelleren Entstehung von Pestizidresistenzen bei Insekten führt. Auch nützlichen Insekten und Bodenorganismen können durch diese Pestizide geschädigt werden. Die in den Pflanzen produzierten Pestizide könnten auch schädlich für die Gesundheit der Verbraucher sein.
    3. Ungewollte Verbreitung von dominanten Erbinformationen. Dadurch ein Verlust der genetischen Vielfalt der Arten. Existierende Arten können aus dem Ökosystem verdrängt werden.
    4. Störung des ökologischen Gleichgewichts
  2. Neue Toxine und Allergene können in den Lebensmitteln entstehen.
  3. Möglicher Transfer von Geninformationen aus den Lebensmitteln auf Mikroorganismen, welche die menschliche Darmflora bilden oder sogar in die Zellen des menschlichen Organismus. (geringe Wahrscheinlichkeit)
  4. Die Verwendung von hebizidresistenten Pflanzen ermöglicht den vermehrten Einsatz von Herbiziden. Die Herbizitbelastung der Umwelt könnte dadurch steigen.
  5. Gerade in Entwicklungsländern entsteht eine Abhängigkeit von teuer zu importierenden Saatgut und den assoziierten Pestiziden
  6. Der großflächige Einsatz genetisch veränderter Nutzpflanzen kann negativen Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht haben, die anfänglich nicht erkannt werden.


Kennzeichnungsvorschrift für genetisch veränderte Lebensmittel

Kennzeichnungspflichtig sind Lebensmittel, Zutaten und Zusatzstoffe immer:

  • wenn sie ein gentechnisch veränderter Organismus sind oder daraus bestehen oder
  • wenn sie aus gentechnisch veränderten Organismen hergestellt wurden,

unabhängig davon, ob der gentechnisch veränderter Organismus im Lebensmittel nachweisbar ist oder nicht.

Die Kennzeichnung erfolgt durch die Zusätze: "genetisch verändert", "aus genetisch verändertem ... hergestellt", "enthält genetisch veränderten ..." oder "enthält aus genetisch verändertem ... hergestellte(n) ..."

Seit 2004 gilt als Basis für die Kennzeichnung das Anwendungsprinzip, d. h. Kennzeichnungspflichtig sind alle Produkte, die aus einem genetisch veränderten Organismus hergestellt werden, unabhängig von der Nachweisbarkeit im Endprodukt. Davor galt das Nachweisprinzip, d. h. eine Kennzeichnung musste nur dann erfolgen, wenn die gentechnische Veränderung im Endprodukt nachweisbar war.

Nahrungsmittel wie Milch, Eier und Fleisch, die von Tieren stammen, welche mit genetisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, müssen nicht gekennzeichnet werden.

Eine weitere Einschränkung betrifft Produkte, die zufällige oder technisch unvermeidbare Spuren genetisch veränderter Organismen, unterhalb des Schwellenwertes von 0,9 %, enthalten. Diese Produkte müssen nicht gekennzeichnet werden. Der Schwellenwert bezieht sich dabei auf die einzelne Zutat und nicht auf das gesamte Lebensmittel.

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Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert von Marie-Monique Robin

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